Willkommen in Rabenstein!  

Dem "Ort im Grünen" am Stadtrand von Chemnitz

Rabensteiner Viadukt
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das noch neue Rabensteiner Eisenbahnviadukt

Das wohl älteste Foto zeigt unser Viadukt kurz nach Fertigstellung.

eine der ersten Ansichtskarten vom Oberrabensteiner Viadukt

Es entstanden schon früh zahlreiche Ansichtskarten mit der Rabensteiner Brücke als Motiv.

Zug der Oberrabensteinbahn überquert den Viadukt  in Richtung Röhersdorf.

Besonders eindrucksvoll muss es gewesen sein wenn ein Zug schnaufend über die Konstruktion fuhr.

bis in die 70er Jahre ein beliebtes Motiv , dass "Rabensteiner Fenster "

Auch der Ausblick vom ““Rabensteiner Fenster, einem Aussichtspunkt im Schloss - park ist heute nicht mehr möglich, Bäume in priv. Grundstücken versperren die Sicht.

Der verlängerte Mühlengrund auch Golfbachgrund

Der Golfbachgrund wird heute von Kleingärtnern genutzt

Der steinerne Brückenkopf auf dem Hoppberg

Besonders Idyllisch liegt der aus Sandstein gemauerte Brückenkopf am Hoppberg

Der Hoppber ist Flächennaturdenkmal

Auch der Sandstein droht zu verwittern und müsste dringend saniert werden.

Blick von "Agates Garten" auf die Oberrabensteiner Brücke

Ausblick vom Osthang des Schützenberges.

Zug der Oberrabensteinbahn im Rabensteiner Wald

 Dampfzug im Wald

Südlicher Brückenkopf der ehem. Auritzgrundbrücke.

Südlicher Brückenkopf der Schramm-Carl- Brücke, 19m über dem Auritzgrund.

Unfall auf der Eselsbrücke

Unfall auf der Historischen Eselsbrücke

Zu den Kleinoden Rabensteins

Denkmal an Stelle der historischen Eselsbrücke

Bahnhof Rabenstein in Oberrabenstein

Bahnhof Rabenstein Sa. (Oberrabenstein)

Vereinigung von Oberrabenteinbahn und Industriebahn am Gussgrund

Auf dem Gussgrunddamm trafen sich die Oberrabensteinbahn und die Industriebahn von Niederrabenstein kommend.

Der Gussgrunddamm heute

Der Gussgrunddamm an gleicher Stelle Heute

Stellwärterhaus im Rabensteiner Wald

Das Stellwerk am Forsthaus

geklaut auf den Grünaer Seiten!

Die alte Stahlbrücke am Forsthaus in Grüna

Dampfzug-auf-dem-Forsthausviadukt

Dampfzug BR 55 auf dem Forsthausviadukt

Brücke der Industriebahn an der Weigandstraße

Die Brücke über die Weigandstrasse.

Zug auf der Industriebahn mit V180 und V100  in den 80er Jahren

Ein Güterzug in höhe der Weigandstasse in den 80er Jahren.

Brücke Riedstraße Rabenstein

Die Brücke über die Riedstrasse.

Brücke Oberfrohnaer Straße

Die Brücke an der Oberfrohnaerstraße.

Hardbrücke der Industriebahn Rabenstein

Die Brücke der ehem. Oststraße.

Ehem. Abzweig zum Wismutbahnhof

Hier befand sich der Abzweig zum Kohle- und Materialbahnhof der Wismut.

Wismutbahnhof Rabenstein heute Wald

Das Gelände des Wismutbahnhofs wird vom Wald zurück erobert.

Unser Rabensteiner Eisenbahnviadukt

Eine der ältesten Stahlbaubrücken Deutschlands, heute ein technisches Denkmal,               welches es für kommende Generationen zu erhalten gilt.

Historische Daten:

- Gesamtlänge...150m                             

- Höhe.      23m

- Verbaute Stahlmenge 308t

- Gesamtbaukosten 1897 91.221 RM

Die Stahlbrücke überspannt die Oberfrohnaer Straße und den Mühlengrund

     1897 Bau des Viaduktes durch die Königlich Sächsische Staatseisenbahndirektion

    1950 letzter Zug fährt über die Brücke

    1985 unter Denkmalschutz gestellt, und Bau des Panoramawanderweges

     

Als Besucher dieses technischen Denkmals sollte man sich vor Augen führen welche enormen logistisch, technischen und körperlichen Anstrengungen ende des 19. Jahrhunderts für diesen Bau nötig waren. Seinerzeit gab es weder große Baumaschinen noch LKWs oder Schweißgeräte, das Rabensteiner Viadukt ist reine, präzise Handarbeit Hunderter Menschen. Ob alle den Bau überlebt haben ist nicht überliefert, beleibt aber bei den damaligen Arbeitsbedingungen fraglich.

 Nach ihrer Fertigstellung diente die Brücke über Jahrzehnte der Eisenbahn und überstand weitgehend unbeschadet zwei Weltkriege. Im Jahre 1950 musste der Zugverkehr eingestellt werden, da die Gleise als Kriegsreparationsleistung demontiert wurden.

Im Jahre 1985 wurde unter Federführung des Naherholungszentrums Oberrabenstein, der ehem. Brückengleisträger mit Betonbelag versehen, Geländer, und Beleuchtung angebracht. Damit entstand einen Panoramawanderweg, von welchem man eine wunderbare Fernsicht über Chemnitz bis zum Kamm des Erzgebirges hat. Außer als Aussichtspunkt, dient heute der Viadukt, Eisenbahn- und Technikfans als Fotoobjekt, und steht Modell für Kunstmaler. 

Unsere Vorfahren haben mit dieser technischen Meisterleistung nicht nur ein noch heute eindrucksvolles Bauwerk geschaffen, sondern auch einen Grundstein für unsere moderne Industriegesellschaft gelegt, schon allein in Anerkennung dessen, sollten wir alles dafür tun solche Denkmale zu erhalten.

Mittlerweile hat der „Rost der Zeit“ an dem Bauwerk genagt, und eine Sanierung ist dringend nötig, da bei derzeit klammen Staatskassen der weitere Verfall vorprogrammiert wäre haben sich engagierte Rabensteiner Bürger entschlossen Geld für die Rettung des Viadukts zu sammeln.

Spendenaktion für die Sanierung der Brücke

Kontoinhaber: UBRSiegel-Bahn

Kennwort: Sanierung Viadukt

Konto-Nr.: 3583006606

BLZ.: 87050000 Sparkasse Chemnitz

 

Jede Spende fließt zu 100% in die Sanierung ein, da die Arbeitsgruppe alle Kosten aus eigenen Mitteln begleicht. Spendenbescheinigungen für das Finanzamt sind demnächst bei der Sparkasse Chemnitz und im Büro der UBR erhältlich. Postkarten zugunsten der Sanierung sind bei uns in der Campingplatz Rezeption, bei Cote France im Rabenstein Center, bei der Einkehr am Totenstein, in der UBR, und in der Druckerei Gröer zu erwerben.

Eisenbahngeschichte Rabensteins

Mitte des 19.Jahrhunderts war Sachsen das Industrielle Kernland des Deutschen Reiches, bereits 1839 war hier die erste deutsche Eisenbahnfernverbindung, zwischen Leipzig und Dresden in Betrieb genommen worden. Chemnitz avancierte mit der Firma Hartmann zur Lokomotivenschmiede des Reiches. Die Bevölkerung stand dem technischen Fortschritt aufgeschlossen gegenüber, das Zerreden einer Erfindung wie heute beim Transrapid wäre damals undenkbar gewesen. Damit boomte die Wirtschaft, und neue Fabriken schossen wie Pilze aus dem Boden. Diese verlangten nach schnelleren und komfortableren Transportmöglichkeiten für ihre Güter und das Personal. So entstand in jener Zeit, gerade um das sehr schnell wachsende Chemnitz ein ganzes Netz neuer Eisenbahnlinien.

In dieser Zeit kam auch die damals wohlhabende Gemeinde Rabenstein in den Genuss einer eigenen Eisenbahnanbindung.

Bereits am Anfang des letzten Jahrhunderts führen zwei Eisenbahn Linien durch Rabenstein. Zum einen die 1897 eröffnete „Oberrabensteinbahn“ von Limbach kommend über Kändler, Röhrsdorf, Oberrabenstein, nach Grüna, und Wüstenbrand wo diese in die Strecke Chemnitz – Zwickau mündete und zum anderen die 1903 eröffnete Industriebahn, welche von Chemnitz/Borna kommend über Altendorf, Niederrabenstein führte um sich im Rabensteiner Wald kurz vor dem Forsthaus mit der Oberrabensteinbahn, auf dem Weg nach Obergrüna zu vereinigen.

Die Oberrabensteinbahn war eine der landschaftlich schönsten Strecken des Landes.

Durch die tektonischen Gegebenheiten des Rabensteiner Höhenzuges waren eine Vielzahl von Brückenbauwerken nötig, soUmspannwerk Röhrsdorf entstanden außer dem Oberrabensteiner Viadukt noch zwei weitere große Stahlbrücken.

Folgen wir der alten Strecke, von Limbach / Kändler so ist im Pleißengrund noch eine schöne alte Steinbrücke erhalten. auch die Gleise liegen noch bis zu dem in den 60er Jahren erbauten “Umspannwerk Röhrsdorf”. Bis vor wenigen Jahren wurden die großen Transformatoren noch auf dieser Bahnstrecke transportiert. Nach dem Umspannwerk, welches auch die Fläche des ehemaligen Röhrsdorfer Bahnhofes nutzt, beginnt die heute gleislose Strecke, die Schienen wurden bereits Anfang der 50er Jahre demontiert, um durch den Krieg, bzw. die zu leistende Reparationen zerstörten Hauptstrecken wieder herzustellen.

Etwa 2km nach dem Umspannwerk, kommen wir an die Stelle wo einst eine beeindruckende Stahlbrücke das AuritztalAuritzgrundbrücke mit Zug und dem markanten Wartungswagen. überspannte. Für uns als Kinder war sie immer die „Schramm Carl Brücke“, woher dieser Name stammt ist leider nicht mehr bekannt. Das Viadukt am Forellenbach hatte einen übergehängten Wartungswagen welcher mittels Handkurbeln zu Reparaturzwecken an den Seiten der Brücke entlang bewegt werden konnte, ab 1936 führte die Reichsautobahn 4 (heute A4) neben dem Forellenbach unter ihr hindurch. Als am Ende der 70er Jahre in der DDR wieder mal Stahlknappheit herrschte wurde der eiserne Hauptteil demontiert und verschrottet, heute stehen nur noch die aus Sandstein gemauerten Brückenköpfe dies und jenseits des Auritzbaches.

GülletalVon der „Schramm Carl Brücke“ kommend führte die alte Eisenbahnstrecke durch eine idyllische Felsenschlucht. Dort geschah zu DDR Zeiten die nächste echte Sauerei, die Landwirtschaft wußte nicht wohin mit der ganzen Gülle aus der Massentierhaltung, und so wurde die Schlucht kurzer Hand vorn und hinten mit einem Damm versehen und im wahrsten Sinn des Wortes mit Scheiße geflutet. Das stank nicht nur zum Himmel, sondern verpestete auch die ganze Umwelt und das Grundwasser, vom ForellenbachBahndamm zwischen 




























































































 Gülletal und Eselsbrücke blieb in jener Zeit nur der Name. Auch wenn diese Sauerei Jahrzehnte zurück liegt, so harrt das heute wasserbedeckte Tal immer noch einer umweltgerechten Sanierung.

Wir aber folgen weiter der Strecke in Richtung Oberrabenstein und gelangen jetzt an die Stelle wo einst die legendäre Eselsbrücke stand. Sie war eigentlich kein besonders imposantes Bauwerk, überspannte sie doch nur einen kleinen Taleinschnitt zur Überführung der alten Bergstraße über die Eisenbahn. Ihre Berühmtheit verdankte sie einem Jux der Rabensteiner Strumpfwirker, welche zu ihrer Einweihung einen Wirkstuhl in Einzelteilen mittels Eselskarren zu dieser Brücke schleppten, dort zusammen setzten und einigen Unfug damit trieben. Nach der Demontage der Gleise wurde das kleine Tal zur Schutthalde, wo die Rabensteiner ihren Unrat entsorgten. Mit dem Bau des Stausees wurde die Brücke gesprengt und der Rest des Tales mit Aushub vom Stauseebau verkippt. Rührige Bürger haben ihr heute ein Denkmal gebaut, eine kleine Brücke mit Holzesel darauf. Auf der anderen Seite der heutigen Kreißigstraße entstand ein kleiner Rastplatz von wo man eine phantastische Fernsicht über Chemnitz bis zu den Höhen des Erzgebirges genießen kann.

Auf dem weiteren Verlauf der ehemaligen Eisenbahn sind zu DDR Zeiten private Gärten entstanden, einige zu dieser Zeit etwas privilegierte Bürger haben sich hier die „beste Aussicht der Stadt“ gesichert. Ob dies wohl heute anders wäre? Jedenfalls erreichen wir am Ende der Gärten den Hoppberg, und betreten das Oberrabensteiner Viadukt.

So wie das Viadukt heute als technisches Denkmal unter Schutz gestellt wurde, ist der Hoppberg mit seinem alten BuchenbestandGleisplan des Bahnhofs Rabenstein heute als Naturdenkmal geschützt. nach dem Viadukt gelangen wir zum ehem. Oberrabensteiner Bahnhof. Dieser bestand einst aus einem kleinen Holzhaus für die Fahrgäste, einem gemauerten Güterschuppen, dem Bahnwärter- wohnhaus und dem in privaten Besitz befindlichen Bahnhofs- restaurant, dem späteren Burghotel. Das eigentliche „Bahnhofsgebäudchen“ steht noch immer und dient heute als Gartenhaus. Das Gelände des Güterbahnhofs wurde in den 80er Jahren zum Parkplatz für die Gäste des Naherholungszentrums umgebaut, in der Nachwendezeit fanden dort auch einige Volksfeste statt, der alte Güterschuppen stand noch bis in die 90er Jahre wurde dann wegen Baufälligkeit abgerissen. Das Bahnwärterhaus dient noch Heute als Wohnhaus und das Werbung vom Bahnhofs- Restaurant Rabensteinehemalige Bahnhofsrestaurant, wurde Anfang der 90er Jahre, als Burghotel aufwendig saniert und erweitert. In den folgenden Jahren war das Burghotel wohl mit Abstand das beste Haus in Rabenstein, doch am Ende des Jahrzehnts kam durch finanzielle Schwierigkeiten der Betreiber das Aus. Seit dem verfällt das historisch wertvolle Gebäude. Über die Bahnhofsanlage in Oberrabenstein wurde ende der 40er Jahre noch ein Großteil des Materials für den Bau des Kulturpalastes angeliefert, dies dürfte auch der Grund gewesen sein das die Demontage von Oberrabenstein bis Grüna erst nach 1950 erfolgte.

Am Ende des Oberrabensteiner Bahnhofes erreicht die Strecke den Rabensteiner Wald, nach der Durchfahrt eines kleinen Felstales, oberhalb des Schaftreibeweges kam der Bahnübergang Grünaer Straße. Dieser ist noch heute anhand der aufgestellten Feldsteine, welche einst weiß gestrichen waren, deutlich erkennbar. Nach weiteren anderthalb Kilometern schönster Waldlandschaft führte die Linie über den Gussgrunddamm. Er schließt den Gussgrund, bekannt durch die gleichnamigen Sprungschanzen nach Süden ab. Der Damm trug nicht nur die Gleise der von Oberrabenstein kommenden Eisenbahn sondern auch die mit dem Eisenbahnbau neu verlegte Grünaer Straße, und die hier im steilen Anstieg zur Oberrabensteinbahn aufschließende Industriebahn. Am Fuß des Dammes wurden zwei Tunnel eingebracht einen Betontunnel für den Grußbach und ein Ziegeltunnel für eine Waldwasserleitung.

Von einem spektakulären Ereignis berichten uns die Eisenbahnchronisten :“ Am 23.02.1901,gegen 16.45 bleibt der Personenzug von Wüstenbrand im Schnee stecken. Die Fahrgäste müssen bis zum nächsten Morgen, 3 Uhr im Zug ausharren. Einer Güterzuglok gelingt es schließlich, den Zug nach Wüstenbrand zurück zu schleppen.“ Leider bleiben sie uns schuldig an welcher Stelle der Strecke sich das zugetragen hat.

Nach dem Damm erreichte die Bahnlinie die Einmündungsweiche der Industriebahn, und das Stellwärterhaus (heute Forsthausbrücke aus DDR ZeitenWohnhaus in priv. Besitz) von hier wurden die Weiche und die Signale gestellt. Von der Industriebahn kommend sind auch heute noch die Gleise im weiteren Verlauf vorhanden. Diese führen wenige hundert Meter weiter über die Brücke am Forsthaus, einst auch eine der großen Stahlbrücken, mit ihrer recht eigenwilligen, filigranen Stelzenkonstruktion erinnerte sie etwas an die Holzbrücken im Wilden Westen. Leider wurde auch dieses schöne Viadukt zu DDR Zeiten demontiert und durch einen verlängerten Damm mit einer Beton & Stahlkonstruktion ersetzt. Nach der Passage des Forsthauses verlässt die Eisenbahnlinie dWassertunel-Rabensteiner-Walden Rabensteiner Wald, einen Feldrein entlang in Richtung Oberer Bahnhof Grüna.

Gehen wir nun die Schienen zurück bis zum einstigen Abzweig der Industriebahn, um uns dieser zuzuwenden. Die Industriebahn war noch bis 2003 als Umleitungsstrecke in Betrieb gelegentlich fuhren auch historische Sonderzüge über diese landschaftlich reizvolle Linie. Von seitens der angrenzenden Chemnitzer Stadtteile gab es große Bemühungen die Industriebahn für das Chemnitzer Model, Straßenbahn auf Eisenbahngleisen, und für Museumsfahrten zu Nutzen, doch leider wurde auch daraus nichts. Falsche Bedarfsberechungen und der Wunsch zur Kostenminimierung beim Bau des Autobahnzubringers Kalkstrasse („unnötige Brücken“) führten zum Aus für das zukunftsträchtige Projekt.

Heute sind die Gleise größtenteils von dichtem Grün überwuchert. Nach dem einstigen Abzweig von der “Oberrabensteinbahn” laufen die Gleise den Gussgrunddamm in Südöstliche Richtung hinunter. An dieser Stelle hatte die Bahnstrecke auch ihre größte Neigung von 1:60, ein Grund für ihre Unwirtschaftlichkeit im Güterverkehr, viele Züge mussten von einer zweiten Lok Nachgeschoben werden, so das sich der Betrieb verteuerte.

Die Industriebahn hatte keine großen Täler zu überwinden deshalb gibt es in ihrem Verlauf nur „kleinere“ Brückenbauwerke, gemauerte Brücken aus dem Naturstein des Rabensteiner Waldes. Der ehemalige Steinbruch befindet sich im heutigen Mufflongehege des Wildgatters.

Die erste auf diese Weise errichtete Brücke finden wir bei unserem Weg durch den Rabensteiner Wald am Schaftreibeweg, kurzBrücke Schaftreibeweg Rabenstein bevor die Linie den Wald an den “Drei Schwanen” verlässt. Die nächsten zwei befinden sich an der Weigandstraße und an der Riedstraße. Zwischen den Brücken bewegt sich die Bahnstrecke auf einem im Schnitt 5m hohen Damm.

Ca. 300m nach der Riedbrücke erreichte die Industriebahn das Gelände des Niederrabensteiner Güterbahnhofes (offiziell Ladestelle Rabenstein). Die Ladestelle wurde von 1904 bis 1952 von der Bahn betrieben. Die Anlage bestand aus einem ca. 300m langem Ladegleis, drei Weichen und einem Stumpfgleis. Güterbahnhof Niederrabenstein

Am Ladegleis kam aus unserer Richtung gesehen, der Kohleplatz der Fa. VEB Elite Diamant, danach der des VEB Kohlehandel Karl-Marx-Stadt. Den Kohleplätzen folgte die um 1952 erbaute Bäuerliche Handelsgenossenschaft (BHG), ihr schloss sich die eigentliche Ladestelle Rabenstein an. Hier stand bis 2005 der 1930 errichtete massive Güterschuppen, dem folgte der alte Güterschuppen welcher ab etwa 1966 zur Fa. Holz Friedrich gehörte. Am Ende des Stumpfgleises stand bis 2002 noch die Holzlagerhalle der Fa. Friedrich, diese wurde, wie auch der alte Lagerschuppen, von dem neuen Eigentümer (Holz Weidauer) durch eine moderne Lagerhalle ersetzt, da der Bahntransport des Holzes unrentabel wurde hat man auch das Anschlussgleis zurückgebaut.

Der einzige Personenzug welcher je Planmäßig am „Bahnhof Niederrabenstein“ hielt war, zum Pfingsttreffen der FDJ in Karl -Marx-Stadt 1967, der „P FDJ 44“ von Suhl kommend. 

Nach dem ehemaligen Bahnhofsgelände in Niederrabenstein führt die Strecke durch einen Taleinschnitt unter der heutigen Oberfrohnaherstraße hindurch bis zur ehemaligen Oststraße. Mit dem Aushub dieser Taleinschnitte wurden beim Bau der Strecke gleichzeitig die Bahndämme aufgeschüttet. In diesem Abschnitt gab es bis zum zweiten Weltkrieg noch einen umfangreichen Waldbestand, welcher früher bis an den Güterbahnhof reichte. Die Rabensteiner und Siegmarer nannten ihn den Bahnwald. Heute erinnern nur noch alte Bezeichnungen an diesen Wald, so die Straße “am Wald” in Siegmar, und die ehemalige Gaststätte “Waldschlösschen”. Kleine Restbaumbestände sind auch noch in einigen Grundstücken, dem Tierparkgelände und eben entlang der Bahn zu erkennen.

Etwa 400m nach der Oberfrohnaherstraße, in Höhe des heutigen Fritz Theaters (ehem. “Russenmagazin”) befand sich der Abzweig zum Kohlebahnhof der Wismut. Dort wurden Kohle und Material für die Wismutniederlassungen in Rabenstein und Siegmar entladen. Gebaut wurde dieser Endladeplatz 1949 von der Holzhandlung Friedrich, doch 1951 kurzerhand von der SAG Wismut beschlagnahmt. Mit der Auflösung der Wismut wurde auch deren Ladeplatz aufgegeben, mittlerweile scheint sich der Wald diese Fläche zurück zu erobern.

Nach dem unterqueren der ehemaligen Oststraße welche heute durch die Autobahn A72 unterbrochen ist, verlässt die Industriebahn das Rabensteiner Gebiet Richtung Altendorf / Borna.

Heute ist die Eisenbahn in Rabenstein Geschichte. Ihre Spuren werden sich mehr und mehr verlieren. eigentlich schade, gerade heute wo Museumsbahnen Besuchermagnete sind, hätte sich diese vom Eisenbahnmuseum zum Erholungsort Rabenstein in der einstigen Eisenbahnschmiede Chemnitz sicher gerechnet, zumal in Verbindung mit dem Chemnitzer Model auf der Strecke der Industriebahn ein Nahverkehrsanbindung des Chemnitzer Westens an das Zentrum möglich wäre.

Bleibt zu hoffen, dass wenigstens das Oberrabensteiner Viadukt als technisches Denkmal erhalten bleibt um nachfolgenden Generationen von einer großen Zeit zu erzählen, der Zeit der Eisenbahn.                                                                                                                                                                                                                                            

Da viele Rabensteiner Sehenswürdigkeiten nahe der alten Eisenbahn zu finden sind, ist eine Wanderung entlang der Stecken nicht nur eingefleischten Eisenbahnfreunden zu empfehlen.                                       

                                                                                       PB                   

In Sachsen fuhr die erste deutsche Ferneisenbahn und Chemnitz galt als die Lokschmiede des Landes. Auch heute gibt es für Eisenbahnfreunde hier noch viel zu entdecken! eine kleine Auswahl hier.

Eisenbahnmuseum-Sachsen

mit der Fichtelbergbahn auf das Dach  Sachsens

Pressnitztalbahn

Traditionsbahn-Radebeul

Modelbahnausstellung-Rabenstein

Sehr zu empfehlen, dass Sächsische Eisenbahnmuseum in Chemnitz, viele auch seltene Ausstellungsstücke, ebenso werden regelmäßig Traditionsfahrten angeboten.

Die Strecke führt von Cranzahl aus in die höchstgelegene Stadt Deutschlands, mit Sachsens höchsten Berg dem Fichtelberg

Nicht weit von Chemnitz entfernt kann man mit Dampf durch das wunderschöne Tal der Pressnitz fahren.

Auch die Traditionsbahn Radebeul ist immer einen Tagesausflug wert, leicht zu verbinden mit der Landeshauptstadt Dresden.

Viele Modellbahnvereine bieten ständige oder regelmäßige Ausstellungen an, bei uns der Modellbahnverein Rottluff, welcher jährlich, in der Woche um den Buß und Bettag im alten Rittergut Rabenstein ausstellt.